Holzfeuchte Rechner - u in w umrechnen

Rechnen Sie Holzfeuchte u (bezogen auf Trockenmasse) in Wassergehalt w (bezogen auf Gesamtmasse) um. Mit Nassmasse, Trockenmasse und praktischen Anwendungsbeispielen.

Holzfeuchte umrechnen

Wählen Sie eine Berechnungsmethode. Alle Werte werden automatisch umgerechnet.

u → w
w → u
Nass- & Trockenmasse

z.B. 20% für ofenfertiges Brennholz, 12% für Möbelholz

z.B. 16,7% entspricht u = 20%

Wiegen Sie das Holz frisch (nass) und nach dem Trocknen bei 103°C bis zur Massekonstanz.

Hinweis: Die Berechnungen basieren auf der Definition der Holzfeuchte u nach DIN 52183. u = (m_nass - m_trocken) / m_trocken × 100%. Alle Werte sind rechnerische Richtwerte.

Was ist Holzfeuchte und wozu dient dieser Rechner?

Die Holzfeuchte ist einer der wichtigsten Parameter im Umgang mit Holz. Sie beeinflusst Gewicht, Volumen, Festigkeit, Dimensionalstabilität und Brennwert. Dieser Rechner hilft Ihnen, zwischen den beiden gängigen Bezugssystemen umzurechnen und die Feuchte aus Wagewerten zu ermitteln.

Die zwei Bezugssysteme

In der Praxis werden zwei verschiedene Bezugssysteme verwendet, die oft verwechselt werden:

  • Holzfeuchte u (auch: Feuchtegehalt, moisture content MC) – bezogen auf die Trockenmasse. Dies ist der Standard in der Forstwissenschaft, Holztechnik und bei Brennholz. Formel: u = (m_nass - m_trocken) / m_trocken × 100%
  • Wassergehalt w – bezogen auf die Gesamtmasse (Nassmasse). Dies wird gelegentlich in der Lebensmitteltechnik verwendet. Formel: w = (m_nass - m_trocken) / m_nass × 100%

Umrechnungsformel u → w

w = u / (1 + u/100)
Beispiel: u = 20% → w = 20 / (1 + 0,20) = 16,67%

Umrechnungsformel w → u

u = w / (1 - w/100)
Beispiel: w = 16,67% → u = 16,67 / (1 - 0,1667) = 20%

Formel aus Wagewerten

u = (m_nass - m_trocken) / m_trocken × 100%
Beispiel: Nass = 12 kg, Trocken = 10 kg → u = (12-10)/10 × 100 = 20%

Typische Holzfeuchte-Werte und Anwendungsbeispiele

Anwendungu (Trockenmasse)w (Gesamtmasse)Bemerkung
Frisch geschlagenes Holz (Sommer)60–80%37–44%Noch nicht transportfähig, muss trocknen
Luftgetrocknetes Bauholz12–20%11–17%Standard für Zimmerei und Tischlerei
Kammertrockenes Möbelholz8–12%7–11%Industriell getrocknet, dimensionsstabil
Ofenfertiges Brennholz15–20%13–17%Optimaler Heizwert, wenig Russ
Frisch gespaltenes Brennholz40–60%29–38%Muss mindestens 2 Jahre trocknen
Holz im Wald (stehend)50–100%33–50%Je nach Baumart und Jahreszeit stark variabel

Anwendungsbeispiel 1: Brennholz verkaufen

Sie verkaufen Brennholz und der Kunde fragt nach der Feuchte. Sie wiegen ein Scheitholz frisch: 2,4 kg. Nach dem Trocknen bei 103°C wiegt es 2,0 kg.

u = (2,4 - 2,0) / 2,0 × 100 = 20% → ofenfertig, optimaler Verkaufszustand

Anwendungsbeispiel 2: Möbelbau

Sie bauen einen Tisch aus Eiche. Das gelieferte Holz hat u = 18%. Sie müssen es auf u = 10% konditionieren, damit es im beheizten Raum nicht schwindet und reißt.

Bei u = 18%: w = 18 / 1,18 = 15,3% Wassergehalt
Bei u = 10%: w = 10 / 1,10 = 9,1% Wassergehalt
Differenz: 6,2% Wasser muss aus dem Holz entweichen

Anwendungsbeispiel 3: Holztransport berechnen

Sie transportieren 10 Festmeter Fichte mit u = 50%. Die Rohdichte bei 0% beträgt 470 kg/m³. Wie schwer ist die Ladung?

Massefaktor = 1 + u/100 = 1,50
Masse = 10 m³ × 470 kg/m³ × 1,50 = 7.050 kg
(Bei u = 20% wären es nur 5.640 kg – 1.410 kg weniger!)

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen u und w?
u (Holzfeuchte) bezieht sich auf die Trockenmasse des Holzes und ist der Standard in Forstwirtschaft und Holztechnik. w (Wassergehalt) bezieht sich auf die Gesamtmasse (Nassmasse) und wird seltener verwendet. Bei u = 20% ist w = 16,7%.
Wie messe ich die Holzfeuchte richtig?
Die genaueste Methode ist die Trockenschrank-Methode: Holz bei 103°C trocknen bis zur Massekonstanz, dann u berechnen. Für Schnellmessungen gibt es elektrische Feuchtemessgeräte (Widerstands- oder Kapazitivmessung), die jedoch je nach Holzart und Temperatur kalibriert werden müssen.
Warum ist 20% Feuchte optimal für Brennholz?
Bei u = 20% hat das Holz noch genug Energie für eine effiziente Verbrennung, ohne dass zu viel Wasser verdampft werden muss. Bei höherer Feuchte sinkt der Heizwert stark (siehe Brennholz-Rechner), bei niedrigerer Feuchte kann das Holz zu schnell verbrennen.
Wie lange muss Brennholz trocknen?
Unter idealen Bedingungen (windgeschützt, sonnig, überdacht): Hartholz 1,5–2 Jahre, Weichholz 1 Jahr. Die Trocknung verläuft nicht linear – in den ersten Monaten verliert das Holz am meisten Wasser.