Fassadenholz Rechner

Berechnen Sie Materialbedarf, Volumen und Kosten für Holzfassaden. Mit Verschnitt und Profilauswahl.

Fassadenholz berechnen

Geben Sie die Fassadenfläche und Profilabmessungen ein. Der Rechner berücksichtigt Verschnitt und Überlappung.

Sichtbare Breite des Profils

Standard: 3, 4 oder 5 m

Hinweis: Die Berechnung gilt für geradlinige Fassaden ohne Fenster- und Türausschnitte. Ziehen Sie Öffnungen von der Fläche ab. Planen Sie zusätzlich 5–10% Verschnitt für Schnittverluste ein.

Wozu dient der Fassadenholz-Rechner?

Dieser Rechner berechnet den Materialbedarf für Holzfassaden aus der Fassadenfläche und den Profilabmessungen. Er berücksichtigt die sichtbare Profilbreite (ohne Überlappung) und einen Verschnitt-Zuschlag für Schnittverluste, Schadholz und Fehlmessungen.

Die Berechnung

  1. Fassadenfläche: Höhe × Breite = Gesamtfläche in m²
  2. Anzahl Profile: (Breite in cm) ÷ (Profilbreite in cm) = Anzahl Reihen, aufgerundet, plus Zuschlag
  3. Holzvolumen: Anzahl Profile × Länge × Breite × Dicke = Volumen in m³
  4. Gewicht: Volumen × Rohdichte (ca. 450–550 kg/m³ für Fichte/Lärche)

Formel

Anzahl Profile = ceil( (Fassadenbreite × 100) / Profilbreite × (1 + Zuschlag/100) )

Beispiel: 8 m Fassade, 14 cm Profilbreite, 10% Zuschlag
Anzahl = ceil( 800 / 14 × 1,10 ) = ceil( 62,9 ) = 63 Profile
Volumen = 63 × 4 m × 0,14 m × 0,021 m = 0,74 m³

Anwendungsbeispiel 1: Gartenhaus verkleiden

Sie möchten ein Gartenhaus (4 m × 3 m, Höhe 2,5 m) mit Rhombusleisten 14/21 mm verkleiden.

Fassadenfläche = (4 + 4 + 3 + 3) × 2,5 = 35 m² (ohne Dachüberstand)
Profile = 3500 / 14 × 1,10 = 275 Stück à 2,5 m
Volumen = 275 × 2,5 × 0,14 × 0,021 = 2,02 m³
Tipp: Bestellen Sie 3 m lange Profile und schneiden Sie auf 2,5 m zu.

Anwendungsbeispiel 2: Preisvergleich verschiedener Profile

Sie vergleichen zwei Angebote für eine 50 m² Fassade:

Angebot A: Profil 12 cm breit, 4 m lang, 18 mm dick, 6,50 €/lfm
Anzahl = 5000/12 × 1,10 = 459 Stück × 4 m = 1.836 lfm → 11.934 €

Angebot B: Profil 16 cm breit, 5 m lang, 21 mm dick, 8,20 €/lfm
Anzahl = 5000/16 × 1,10 = 344 Stück × 5 m = 1.720 lfm → 14.104 €

Angebot A ist günstiger, aber Angebot B hat weniger Fugen und schnellere Montage.

Beliebte Fassadenholz-Arten

HolzartHaltbarkeitEigenschaftenPreisniveau
Sibirische Lärche20–25 JahreHeimisch, natürlich haltbar, warme FarbeMittel
Western Red Cedar25–30 JahreSehr leicht, natürlich haltbar, edelHoch
Thermokiefer15–20 JahreThermisch behandelt, ökologisch, stabilMittel-Hoch
Accoya25–30 JahreAcetyliert, extrem haltbar, garantiertSehr hoch
Eiche (außen)15–20 JahreEdel, sehr stabil, dunkelt nachHoch

Wichtige Hinweise zur Fassadenmontage

Belüftung ist entscheidend: Hinter jeder Holzfassade muss eine Belüftungsebene (mindestens 2 cm) vorhanden sein, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Ohne Belüftung faulen die Profile von hinten.
  • Unterkonstruktion: Verwenden Sie rostfreie Schrauben oder Klammern. Die UK sollte aus dem gleichen Holz oder druckimprägniertem Holz bestehen.
  • Abstandhalter: Mindestens 2 cm Abstand zur Wand für Luftzirkulation.
  • Holzschutz: Natürlich haltbare Hölzer (Lärche, Cedar) benötigen keinen Anstrich. Andere Hölzer sollten alle 3–5 Jahre geölt werden.
  • Fugen: Planen Sie bei Profilen mit Nut und Feder keine zusätzlichen Fugen ein. Bei Rhombusleisten ist die Überlappung bereits im Profil enthalten.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Fenster und Türen abziehen?
Ja. Berechnen Sie die Fassadenfläche ohne Fenster- und Türausschnitte. Die eingesparten Quadratmeter reduzieren den Materialbedarf deutlich. Der Verschnitt-Zuschlag von 10% deckt dann die Schnittverluste um die Öffnungen ab.
Was bedeutet "Profilbreite" bei Nut-und-Feder-Profilen?
Bei Nut-und-Feder-Profilen ist die Profilbreite die sichtbare Breite nach dem Verlegen. Ein Brett mit 14 cm Gesamtbreite hat nach dem Einrasten in die Nut z.B. nur 12 cm sichtbare Breite. Tragen Sie immer die sichtbare (nutzbare) Breite ein.
Wie viel Verschnitt ist realistisch?
Für einfache rechteckige Fassaden: 5–8%. Bei komplexen Schnitten, vielen Ecken, Dachgauben oder wenn Sie aus Reststücken arbeiten: 10–15%. Bei unerfahrenen Heimwerkern oder unbekannter Holzqualität: 15%.